Segler auf dem Wasser zur Kieler Woche, © HeinrichHecht.de© HeinrichHecht.de

30. Juni 2017

Ein Rund­gang über die Kie­ler Wo­che

Kommt mit auf eine Tour durch's Getümmel der Kieler Woche, taucht ein in das bunte Treiben und lasst euch vom maritimen Flair der Landeshauptstadt begeistern! Gina nimmt euch in ihrem Blogbeitrag mit zum größten Segelevent der Welt – hier findet ihr einen Überblick der bekanntesten Anlaufpunkte und erfahrt außerdem den ein oder anderen Geheimtipp.

Servus und Grüß Gott hier von der Kieler Woche!

Für mich als gebürtige Kielerin, die im Alter von zwei Jahren nach Bayern gezogen und erst vor kurzen in den echten Norden zurückgekehrt ist, ist die Kieler Woche noch immer DAS Event des Jahres.

Die Kieler Woche in Schilksee aus der Luft, © HeinrichHecht.de© HeinrichHecht.deBegonnen hat alles 1882 mit 20 Yachten vor Düsternbrook, sieben Jahre später gab sich Kaiser Wilhelm II. die Ehre und besuchte die Kieler Woche. Knapp 10 Jahre danach waren es schon über 100 Anmeldungen für die Regattafahrten - Heute sind es 1699 Seglerinnen und Segler, die an dem weltweit bekannten Segelevent teilnehmen. Was als Sportevent in Schilksee begann, ist zum größten Sommerfest Nordeuropas gewachsen: Rund 2.000 Veranstaltungen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Unterhaltung, Sport, Politik sowie Wirtschaft werden den knapp drei Millionen Gästen angeboten. Um euch das mal etwas genauer zu zeigen, nehme ich euch heute einen Tag mit auf die Kieler Woche.

Meinen ersten Stop mache ich am Aquarium Geomar, wo sich zwei Robben blicken lassen und ihre Bahnen durch das Becken ziehen. Etwas neidisch bin ich schon, würde ich doch jetzt auch einen Sprung ins Wasser bevorzugen, da heute 27 Grad angekündigt sind. Ich schaffe es aber, mich von ihnen loszureißen und spaziere weiter an der Förde entlang. Vorbei an unzähligen Booten, einladenden Ständen und bunten Buden auf der einen und der Förde auf der anderen Seite. Direkt hinter der Bundesländermeile, auf der sich unter anderem auch Köln oder Berlin präsentieren, baut sich ein Riesenrad vor mir auf. Von dort oben muss man einfach einen tollen Ausblick haben!Riesenrad auf der Kieler Woche, © TA.SH© TA.SH So steige ich in eine der Gondeln ein und lasse mich von ihr in die Lüfte tragen. Und ich sollte Recht behalten: Oben angekommen wird man mit einer tollen Aussicht belohnt, denn man kann sowohl die gesamte Kiellinie sehen, als auch bis nach Schilksee blicken, wo sich die Seglerinnen und Segler während der Kieler Woche spannende Wettkämpfe liefern.Der Sporthafen Schilksee ist auch mein nächster Anlaufpunkt, da ich das größte Segelevent der Welt einmal aus der Nähe miterleben möchte.

Dort angekommen, steuere ich die etablierte Fischbrötchenbude an. Alleine wegen diesem typisch nordischen Snack lohnt sich ein Ausflug nach Schilksee. Die Warnung „Guten Appetit – aber pass‘ auf die Möwen auf!“ sollte man ernst nehmen, denn wenn man etwas unachtsam ist, kann es sein, dass man am Ende nur noch mit einem leeren Brötchen in der Hand da steht… Ich blicke auf das Meer, das mit kleinen, großen sowie bunten Booten übersäht und hübsch anzusehen ist. Was sich da aber wirklich auf hoher See abspielt, will ich noch genauer herausfinden. Ich mache mich auf die Suche nach Informationen und finde schließlich eine Leinwand, auf der die Ergebnisse der Segelregattafahrten angezeigt werden.Wegweiser auf dem Internationalen Markt, © TA.SH© TA.SH Deutsche wie auch internationale SeglerInnen und Gäste haben sich hier versammelt und ich stehe mittendrin, gespannt das Geschehen verfolgend. Nach einiger Zeit muss ich mich aber von Schilksee und dem Meer verabschieden, da mich in der Kieler Innenstadt ein weiterer Höhepunkt erwartet.

Dort, auf dem Rathausplatz, ist der Internationale Markt aufgebaut. Hier versammeln sich landestypische Küchen aus aller Welt, teils mit bekanntem, teils mit exotischem Essen wie Krokodilspieße (Ruanda) oder Elch-Burger (Finnland). Ich entscheide mich für letzteres und werde nicht enttäuscht. Mein Tag auf der Kieler Woche neigt sich nun leider schon dem Ende zu und ich lasse den restlichen Abend bei einem frisch gezapften finnischen Bier und bestem Sommerwetter ausklingen.

Auszubildende bei der TA.SH Gina Bock, © Frank Peter

Autor: Gina Bock

...hat, obwohl sie 20 Jahre lang mit ihrer Familie in Bayern gelebt hat, nie die Liebe zum echten Norden verloren. Für ihre Ausbildung bei der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein ist sie zurück in Ihre Heimat an der Kieler Förde gezogen.