Urlaubsplanung© Kati Vollmers

28. Januar 2018

Cam­ping­ur­laub pla­nen wie ein Pro­fi

Bloggerin Kati verrät euch die besten Tipps, wie euer nächster Campingurlaub zu einer runden Sache wird: Was muss man im Vorfeld beachten, welche Informationsmöglichkeiten hat man und wie plant man seine Tour am sinnvollsten, wenn man nicht nur an einem Ort bleiben möchte?

Es ist Anfang April, das Saisonkennzeichen meines Campers ist gerade wieder in Kraft getreten. Cream, diesen Spitznamen trägt mein VW Bus, habe ich bereits aus dem Winterlager geholt, einer Grundreinigung unterzogen und die notwendigen Reparaturen notiert. In zwei Wochen soll es an die Küste gehen. Zunächst für einen Wochenendtrip, um unserer Oldtimer Dame einen seichten Start ins Jahr zu gewähren. Wie ich meine Trips plane? Das verrate ich dir in 5 Schritten!

1. Steck die Grundlinien deines Urlaubs ab

Definierst du deine Vorstellungen, sparst du dir Zeit bei deiner Recherche. Natürlich kann es vorkommen, dass du dich inspirieren lassen möchtest, um dorthin zu reisen wo es am schönsten ist. Du weißt wovon ich rede? Dann springe direkt zu Punkt 2! Zunächst mache ich jedoch mit denen weiter, die wissen was sie wollen.

Beantworte dir folgende Fragen: Wie viele Tage möchtest du verreisen? Planst du einen Roadtrip oder einen Aufenthalt an einem Ort? Liebst du das Meer, die Seen oder den Bauernhof? Sobald du weißt, welche Präferenzen du hast, kannst du mit der Recherche beginnen.

2. Das richtige Recherchematerial

Besorge dir eine Karte oder arbeite „online“. Ich nutze die Apps bzw. Internetseiten von Google Maps oder HERE WE GO. Diese Navigationsprogramme sind perfekt, da du Favoriten in deiner Karte eintragen kannst, die du während der Reise abrufst. Betrachte deine Karte und notiere dir Regionen, die aufgrund deiner Präferenzen interessant sein könnten. Wenn du das Meer liebst orientierst du dich natürlich an der Küste. Wenn deine Vorstellungen etwas spezieller sind, ignoriere die Karte zunächst und starte mit der Online Recherche. Je nach Wunschziel kaufe ich auch Reiseführer im Buchhandel.

3. Der grobe Überblick

Google zunächst Stichpunkte, die zu deinem Urlaubswunsch passen könnten. Beispielsweise „Kanufahren Schleswig-Holstein“ oder „Wanderungen Ostsee“. Oft werden dir so schon gute Inspirationen geliefert. Wichtig: Halte von Anfang an interessante Fakten fest. Ich bevorzuge eine digitale Liste, da ich Links ganz einfach hinzufügen kann. Strukturiere die Notizen von Anfang an nach Kategorien wie beispielsweise Stellplätze, Aktivitäten, Restaurants, usw. - Aussortieren kannst du später immer noch.

Kartenansicht© Kati VollmersRegionaltourismus: Einen Überblick über die verschiedenen Regionen bietet die Tourismus Webseite von Schleswig-Holstein. Hier findest du schnell die richtigen Internetseiten der einzelnen Landschaften oder Anregungen zu bestimmten Reiseformen. Über das Seitenmenü der Karte kannst du dir ganz einfach relevante Themen anzeigen lassen. Natürlich kannst du dich hier auch von meinen bisherigen Roadtrips durch Schleswig-Holstein inspirieren lassen.

Social Media: Ich nutze einige Social Media Plattformen um mir Anregungen anderer Reisender oder Blogger zu suchen.

Instagram: Ich besuche diese auf Bildern basierende Plattform am häufigsten um interessante Orte zu finden. Hierfür gibt es drei Möglichkeiten: Zunächst suche ich nach Accounts von Tourismusportalen (Beispielsweise „SchleswigHolsteinUrlaub“. Wie genau die Profile heißen, siehst du am besten auf der jeweiligen Internetseite nach. Ich durchstöbere die Bilder und prüfe, ob die Location oder eine Verlinkung zu der Örtlichkeit angegeben ist. Außerdem suche ich Bilder via Hashtags. #SchleswigHolstein, #meinSH oder #ComeSeeSH bieten eine riesen Auswahl an Urlaubseindrücken. Des Weiteren suche ich nach Ortsnamen oder Regionen. Bei Eingabe von „Schlei“ zum Beispiel, erhalte ich Vorschläge von Orten mit diesem Suchbegriff. Auch hier hoffe ich, dass der genaue Ort angegeben wurde. Mit ein wenig Glück findest du einen echten Geheimtipp.

Pinterest: Auf Pinterest ist die Suche einfach. Mittels verschiedener Begriffe, die auch kombiniert eingetragen werden können, suche ich nach Reiseberichten anderer Reisefreudiger. Eingaben wie „Schleswig-Holstein Fahrrad“ oder „Camping Ostsee“ verlinken viele traumhafte Bilder innerhalb von Blogbeiträgen oder Onlineartikeln.

Stellplätze und Hotels: Für die Unterkunftssuche empfehle ich euch ähnlich vorzugehen wie unter Punkt 3. Die Tourismusseiten bieten Informationen zu jeder Reiseform an. Auf Social Media ändert ihr einfach ein wenig eure Suchbegriffe. Fügt ein zusätzliches „Stellplatz“, „Campingplatz“ oder „Hotel“ ein und schon findet ihr passende Ergebnisse. Als Van-Reisende nutze ich natürlich noch ein paar spezielle Apps und Seiten für die Suche:Urlaub in Schleswig-Holstein auf Instagram© Kati Vollmers

 

 

4. Aufbereitung

Jetzt kommt mein Lieblingsteil der Vorbereitung. Ich trage alle meine Notizen in eine Karte ein (Digital oder mit Bleistift auf einer Papierversion). Nachdem du alle Favoriten eingetragen hast ergibt sich ein perfekter Überblick. Du kannst einfach erkennen, welcher Ort den größten Mehrwert für dich bietet.

  • Alle Reisenden die ihren Urlaub nicht auf der Straße verbringen möchten, sollten die Region wählen die beispielsweise die meisten Tagestouren oder ein großes Angebot an Aktivitäten vor Ort bietet.
  • Alle RoadtripFans sollten versuchen einen für ihre Ansprüche geeignete Reiseroute entlang der Favoriten zu planen. (Überlege dir hierbei wie lange du pro Tag fahren möchtest, ob du einen Kreis fahren oder auf der Hinfahrt den Urlaub genießen und die Rückfahrt in einem Stück ableisten möchtest.)

Es ist völlig normal, dass in diesem Schritt mögliche Urlaubsorte und/oder Favoriten verloren gehen. Denn häufig stehen viel mehr Möglichkeiten zur Verfügung als Reisetage. Kleiner Tipp: Merk dir die übrigen Favoriten für deinen nächsten Urlaub!

5. Buchungen rechtzeitig vornehmen

Du hast es fast geschafft. Du weiß jetzt wo du übernachten möchtest, welche Aktivitäten du unternimmst und welche Hotspots du unterwegs ansteuern möchtest. Buche als erstes die Campingplätze bzw. Hotels, da diese in Ferienzeiten schnell ausgebucht sind. Danach buche Tickets, Kurse oder ähnliches, damit du dich im Urlaub entspannen kannst.

Kati Vollmers, © Kati Vollmers

Autor: Kati Vollmers

...reist als Gastbloggerin durch’s Land und ist auf der Suche nach Glücksorten für Camper in Schleswig-Holstein und inspiriert Urlauber auf ihrem eigenen Blog Cruising Campers Blog