Hängende Schuhe in der Norderstraße, © Förde Fräulein© Förde Fräulein

6. Oktober 2019

10 Tipps für ei­nen ma­ri­ti­men Städ­te­trip nach Flens­burg

Finja Schulze, auch bekannt als das "Förde Fräulein", nimmt euch mit auf einen Ausflug in die Hafenstadt Flensburg. In ihrem Beitrag verrät sie ihre liebsten Plätze und den ein oder anderen Geheimtipp an der Flensburger Förde.

Flensburg, die Hafenstadt an der deutsch-dänischen Grenze, habe ich mit seinen kleinen Gassen, den bunten Klinkerhäuschen und den romantischen Hinterhöfen schon lange ins Herz geschlossen. Ein einziger Tag hätte nicht ausgereicht, um einen Blick in all die süßen Lädchen, kleinen Manufakturen und gemütlichen Cafés zu werfen. Hinterhöfe in Flensburg, © Förde Fräulein© Förde FräuleinVon Besuch zu Besuch sind daher immer wieder neue, sehenswerte Orte auf meiner Liste hinzugekommen. Zehn Tipps - eine kleine Auswahl aus meinen Favoriten - habe ich hier für euch zusammengefasst.

1. Die Hinterhöfe in der Roten Straße entdecken

In dieser malerischen Altstadtgasse lohnt es sich besonders, auch hinter die Fassade zu blicken. Schmale Wege, die teilweise versteckt zwischen farbenfrohen Hauswänden liegen, führen euch in verwunschene Hinterhöfe. Abseits des Straßentrubels warten dort liebevoll eingerichtete, inhabergeführte Geschäfte darauf, durchstöbert zu werden. Egal ob Mode, Schmuck, Kinderspielzeug, Wohnaccessoires oder diverse Leckereien – hier findet ihr alles, was das Herz begehrt.

2. Eine Kurzreise in die Karibik

Spannendes zu entdecken gibt es in den Braasch-Höfen, die das Geschäft und das dazugehörige Museum des gleichnamigen Wein- und Rumhauses beherbergen. Wer an einer Führung durch die Rum-Ausstellung teilnimmt, erfährt, wie die Zuckerrohr-Spirituose einst aus der Karibik nach Flensburg kam und wie sie bis heute traditionell hergestellt wird. Probieren darf man das Ergebnis bei einer professionellen Rum-Verkostung, die ebenfalls Teil der Führung ist. In den lauschigen Innenhöfen lässt es sich aber auch bei einem Glas Wein sehr gut aushalten.

3. Kaffee mit allen Sinnen genießen

Folgt man dem Duft von frisch geröstetem Kaffee, landet man im Inneren des Sonnenhofs. An diesem, mit vielen charmanten Strickdetails dekorierten Plätzchen, befindet sich die Alte Kaffee-Rösterei. Hier könnt ihr euch nicht nur mit frisch gerösteten Kaffeebohnen für Zuhause eindecken, sondern – bevor ihr weiterschlendert – auch noch eine Kostprobe nehmen. Direkt an das Geschäft angeschlossen gibt es nämlich ein kleines Café, in dem ihr gemütlich sitzen und ein Stück Kuchen genießen könnt.

Gastraum im Marien-Café, © Förde Fräulein© Förde Fräulein4. Marzipan und andere Leckereien

Ein weiterer Tipp in der Roten Straße ist der urige Laden „Marzipan im Hof“. Wie der Name schon verrät, gibt es hier jede Menge leckeres Marzipan, aber auch verschiedenste Spirituosen, Schokolade, Lakritz und vieles mehr. Das Besondere ist, dass euch der Besitzer, Holger Matthiesen, zu jeder Marzipan-Sorte eine spannende Geschichte erzählen kann. Seine Leidenschaft für die regionalen Produkte in den rustikalen Regalen seines Ladens ist wirklich ansteckend!

5. Das Marien-Café: Traumhafte Torten unter fliegenden Kaffeekannen

In der roten Villa an der Ballastbrücke befindet sich ein wirklich außergewöhnlicher Ort zum Einkehren. Unzählige, von der Decke baumelnde Kaffeekannen findet man schließlich nicht überall. Neben der Einrichtung sind aber auch die hausgebackenen Torten und das umfangreiche Frühstücksangebot ein überzeugendes Argument, sich auf einen Abstecher in dieses süße Café zu begeben.

6. Der (historische) Flensburger Hafen

Nur einen Katzensprung vom Marien-Café entfernt gelangt ihr an den Hafen. Alleine für den Panoramablick über die Stadt lohnt es sich, hier herzukommen! Auf der Westseite kann man außerdem die schönen alten Schiffe im Historischen Hafen bestaunen. Unter anderem das Dampfschiff Alexandra, eines der Wahrzeichen Flensburgs. An der Wachhütte, die tagsüber als Fischbude dient, werden frische Fischbrötchen verkauft – eine leckere Stärkung für hungrige Schiffe-Gucker.  

7. Schöner Anblick - der Oluf-Samson-Gang und die Norderstraße

Hängende Schuhe in der Norderstraße, © Förde Fräulein© Förde FräuleinVom Hafen könnt ihr direkt in den Oluf-Samson-Gang einbiegen, der in der nördlichen Altstadt liegt. Dicht an dicht reihen sich hier die pittoresken Fischerhäuschen mit ihren farbenfrohen Haustüren und ihren kleinen, verschnörkelten Fenstern. Ein wirklich schöner Anblick, der noch dazu von blumenberankten Fassaden und alten Pflastersteinen umrahmt wird. Am Ende der ehemaligen „Sündenmeile“ trefft ihr auf die Norderstraße, die für ihre ungewöhnliche Straßenkunst bekannt ist. Wer aufmerksam an den Hauswänden entlang läuft, entdeckt an vielen Ecken handgemalte, vorbeihuschende Katzen. Nicht am Boden, wo man sie normalerweise erwarten würde, sondern hoch oben in der Luft, hängen unzählige Schuhe. An Drahtseilen festgeknotet, die zwischen den Hauswänden über die Straße gespannt wurden, prägen sie hier schon lange das Stadtbild. So lange, dass mittlerweile keiner mehr so genau weiß, wie dieses sogenannte „Shoefiti“ eigentlich entstanden ist.

8. Flensburg von oben

Mit dem Wasserflugzeug über die Flensburger Förde fliegen und dabei bis nach Dänemark blicken – ein Erlebnis, das man so schnell nicht wieder vergisst! Schwindelfrei sollte man natürlich sein, aber wer mutig ist und sich in die Luft wagt, wird mit einer beeindruckenden Sicht auf Schloss Glücksburg, die Flensburger Altstadt und die Halbinsel Holnis belohnt. Start- und Landepunkt ist in Sonwik, wo sich die Wasserflug-Station von FLY & SAIL befindet.

Wassersicht auf Schloss Glücksburg, © Förde Fräulein© Förde Fräulein9. Glücksburg, das märchenhafte Wasserschloss

Zwar liegt es nicht direkt in Flensburg, sondern circa zehn Kilometer entfernt in Richtung Ostsee, aber ein Ausflug an diesen schönen Ort lohnt sich trotzdem. Denn das vom Wasser umgebene Schloss gehörte einst zu den bedeutendsten Renaissanceschlössern Nordeuropas. Sowohl die liebevoll gepflegten Gartenanlagen als auch das Innere des Gebäudes versprühen den Zauber vergangener Zeiten. An windstillen Tagen spiegelt sich das Schloss besonders schön im See – als wäre es einem Märchenbuch entsprungen.

Blick nach draußen von den Glück in Sicht Lodges, © Andrea Flack / Glück in Sicht Lodges© Andrea Flack / Glück in Sicht Lodges10. Besondere Übernachtungserlebnisse

Da Flensburg so viel Schönes und Spannendes zu bieten hat, kann man hier gut mehrere Tage verbringen. Aber wo übernachtet man in diesem Fall am besten? Wer gerne mitten im Geschehen ist, aber einen gemütlichen und liebevoll eingerichteten Rückzugsort sucht, für den ist die Kajüte am Nordermarkt eine super Option. Die zentral gelegene Unterkunft ist der perfekte Ausgangspunkt für einen Städtetrip! Wer es lieber etwas ruhiger mag, der ist in Glücksburg an der Flensburger Förde richtig. Die Glück in Sicht Lodges halten, was ihr Name verspricht: Eine wunderschöne Aussicht aufs Wasser. 26 Ferienhäuser in einer malerischen Parkanlage bieten Platz für jeweils zwei bis sechs Personen. Bei dem Bau der modernen Lodges wurde sogar darauf geachtet, dass das Wurzelwerk der Bäume nicht beschädigt wird. Auf Stelzen thronen die skandinavisch eingerichteten Ferienhäuser im rauschenden Blätterwald über der Förde.

Finja Schulze, © Förde Fräulein

Autor: Finja Schulze

Als Redakteurin, Autorin und Fotografin ist Finja das Gesicht der beiden Erfolgs-Blogs „Förde Fräulein“ und „Sylt Fräulein“. Finja nimmt ihre Leser mit an zauberhafte Orte in ganz Schleswig-Holstein und zeigt die Ecken, die unsere Heimat so besonders machen.